Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Datenschutzerklärung
 








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Umwelt & Naturschutz alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Umwelt & Naturschutz    Datum: 21.03.2024
Globale Wasserkrise droht -
- und die größten Lebensmittel- und Landwirtschaftskonzerne schauen zu
Die Welt steht vor einer globalen Wasserkrise. Schon jetzt haben zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser. Mitverantwortlich sind die weltweit größten Lebensmittel- und Landwirtschaftskonzerne. Dennoch reduzieren nur 28 Prozent von ihnen ihre Wasserentnahme, und weniger als ein Viertel ergreifen Maßnahmen zur Verringerung der Wasserverschmutzung. Das ergibt eine neue Oxfam-Analyse anlässlich des Weltwassertags am 22. März. Die gemeinnützige Organisation fordert: Konzerne müssen strenger in die Pflicht genommen werden.

Weltweit entfallen rund 70 Prozent aller Süßwasserentnahmen auf die Landwirtschaft. Damit ist die Agrarindustrie der Sektor mit dem bei weitem höchsten Wasserverbrauch. Auch bei der Wasserverschmutzung, zum Beispiel durch Düngemittel und Pestizide, spielt die industrielle Landwirtschaft eine große Rolle. Daneben verbraucht die schnell wachsende Industrie für abgefülltes Wasser gewaltige Mengen an Trinkwasser. Indem Lebensmittelkonzerne, wie Danone, Wasser zu einer Ware machen, nehmen sie weitere Wasserverschmutzung in Kauf und verschärfen soziale Ungleichheiten.

"Wasser und Wohlstand sind untrennbar miteinander verbunden. Reiche Menschen haben besseren Zugang zu sicherem öffentlichem Trinkwasser - und Geld, um privat Wasser zu kaufen. Menschen, die in Armut leben, haben oft keinen Zugang zu einer staatlich geförderten Wasserquelle, sie müssen einen erheblichen Aneil ihres Einkommens für den Kauf von Wasser ausgeben. Ein Mangel an Trinkwasser führt zu Hunger, Vertreibung und einem Anstieg von Krankheiten", so Ludwig Gloger, Referent Humanitäre Hilfe bei Oxfam.

Häufig trifft dies geflüchtete Menschen. In Renk beispielsweise, einem Übergangslager für Geflüchtete im Südsudan, teilen sich 300 Personen einen einzelnen Wasserhahn. Tödiche Krankheiten wie Cholera können sich so leicht ausbreiten.

"Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge verfügen zwei Milliarden Menschen weltweit nicht über sauberes Trinkwasser und bis zu drei Milliarden Menschen leiden mindestens einen Monat im Jahr unter Wasserknappheit", verdeutlicht Gloger die Situation. "Diese Situation ist schlicht und einfach nicht hinnehmbar. Die Politik muss dringend ihren Kurs ändern und Unternehmen in die Pflicht nehmen. Ansonsten werden wissentlich tausende Menschenleben geopfert."

Laut den Vereinten Nationen untergräbt die hunderte Milliarden schwere Industrie für abgefülltes Wasser die Fortschritte bei der Erreichung des wichtigsten Ziels für nachhaltige Entwicklung (SDG6), den allgemeinen Zugang zu sauberem und bezahlbarem Trinkwasser für alle Menschen bis 2030. Doch woher die Agrar- und Lebensmittelkonzerne die immensen Wassermangen beziehen, bleibt häufig im Dunkeln. Nur 108 der 350 untersuchten Unternehmen haben Informationen dazu offengelegt, wie viel Wasser sie aus wasserarmen Regionen entnehmen.

Der globale Temperaturanstieg wird die Verfügbarkeit von Wasser in vielen wasserarmen Regionen beispielsweise in Ostafrika und im Nahen Osten, weiter einschränken. Die sich häufenden Dürreperidoden trocknen immer mehr die Böden aus, die anschließend immer intensivere Niederschläge schlechter aufnehmen können und somit Hochwasserereignisse begünstigen. Dies führt nicht nur dazu, dass die Grundwasserneubildung verringert wird sondern auch, dass wichtige Wasserinfrastruktur wie Filterbrunnen und Speicherbecken beschädigt werden können.
Von den Regierungen fordert Oxfam deswegen:
  • Wasser muss als Menschenrecht und öffentliches Gut angesehen werden. Profite dürfen nicht die Priorität sein, wenn es um die Bereitstellung von Wasser für Menschen geht.
  • Unternehmen müssen für den Missbrauch und die Verletzung von Menschen- und Umweltrechten und -gesetzen, einschließlich der Wasserverschmutzung, konsequent zur Verantwortung gezogen werden.
  • Es muss in Wassersicherheit, subventionierte öffentliche Wasserversorgung, nachhaltige Wasserbewirtschaftung und klimaresistente Wasser-, Sanitär- und Hygienedienste (WASH) investiert werden. Die nationale Planung und Politik im Bereich WASH muss die Führung, Beteiligung und Entscheidungsfindung von Frauen in allen Phasen vorsehen.
Oxfam setzt sich als internationale gemeinnützige Organisation gemeinsam mit Menschen in aller Welt gegen Armut, Unterdrückung und soziale Ungleichheit ein. Seite an Seite mit fast 2.250 lokalen Partnerorganisationen in rund 90 Ländern arbeiten wir für eine gerechte und nachhaltige Welt.

Diskussion

Um in diesem Forum diskutieren zu können, benötigen Sie eine Zugangsberechtigung...   zur Anmeldung
BesitzerInnen einer gültigen ECO-Card oder Member-Card können gleich losdiskutieren.
User-ID:
Password:



 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

14.05.2024
Beim Waldspaziergang die Natur schützen VERBRAUCHER INITIATIVE rät zu umsichtigem Verhalten


13.05.2024
Das wächst im fetten Schatten! Blühoasen an "schwierigen" Standorten

"Lernort Jugendherberge" - unser Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit Programmangebote der Jugendherbergen stehen allen offen

Rettung für das Lebensmittelretten Startup: Online-Supermarkt SIRPLUS startet neu durch

So geht's mit Wärmepumpen! Neues Internetportal zeigt Beispiele für klimafreundliches Heizen


Umweltmonitor 2024: Maßnahmen für Klimaschutz zeigen Wirkung Andere Umweltbereiche sind vom Ziel noch weit entfernt - etwa der Zustand unserer Gewässer.


TÜV SÜD für Plastic Pollution Reduction Standard akkreditiert Mit PPRS-Projekten soll die Verschmutzung der Umwelt durch Kunststoffabfälle reduziert werden.


SAX Power sucht Fach- und Installationspartner für seinen Heimspeicher mit integrierter Wechselrichterfunktion, der direkt 230 Volt liefert Für das modulare Solarspeichersystem mit 5,8 bis 23 kWh sucht der deutsche Hersteller aus Baden-Württemberg Installationspartner in ausgewählten Gebieten und bietet dazu 3 beachtliche Vorteile


10.05.2024
Für einen nachhaltigen Umgang mit Batterien Gesetzentwurf zur Anpassung an die neue EU-Batterieverordnung veröffentlicht


Erster Nachweis der Blauzungenkrankheit in Rheinland-Pfalz Rind aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm mit Krankheit infiziert - Für Menschen geht keine Gefahr aus

09.05.2024
Der ultimative Schallplatten- und Hifischrank heute erstmals auf der High End Hifi-Messe in München Nur die Möbelmacher aus Unterkrumbach können Möbel und Hifikomponenten aus dem gleichen Baum herstellen


07.05.2024
Wie nachhaltig sind Lampen? Ein Überblick für Verbraucher


Naturschutz im Harz - gemeinsame Anstrengungen zur Bewältigung der Klimakrise dieUmweltDruckerei spendete über 300 heimische Laubbäume zur Aufforstung


Naturnahes Gärtnern schont Umwelt und Klima VERBRAUCHER INITIATIVE über mehr Nachhaltigkeit im Beet


06.05.2024
Zukunftsprogramm ohne Zukunft? 14 Verbände fordern: Pestizidreduktion wirksam angehen!

Allianz versichert Infrastruktur für Import von russischem Gas Versicherer als Unterstützer der fossilen Industrie

Zukunftsprogramm Pflanzenschutz BUND fordert konkrete Maßnahmen mit Finanzierungsplan, um Biodiversität zu schützen

Zahl der Woche: 150 - 150 der 1.136 Kommunen und Landkreise in Baden-Württemberg haben ein systematisches Energiemanagement oder sind auf dem Weg dahin Kostenloses online-Werkzeug Kom.EMS classic bundesweit im Einsatz

Weltladentag setzt Zeichen für Klimagerechtigkeit und Fairen Handel World Fair Trade Day am 11.05.2024

"History is not the past" Demokratie lernen - Politik mitgestalten in den Programmen des Jugendherbergswerks